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Forschung


Im Folgenden befinden sich aktuelle Forschungsaktivitäten des Sportzentrums.

Lehrstuhl für Sportpädagogik:

  • Entwicklung von Grundlagen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement an der Universität Augsburg (Kontakt | Details)

  • Capital4Health | Health.eduPLUS (Kontakt | Details)
  • „LeHet“ - Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität | „LeSeif“ – Leistungsstarke SchülerInnen im Unterrichtsfach Sport erkennen, individuell beraten und fördern. (Kontakt | Details)
  • „GeH Mit!“ - Gesundheitsförderung für HochschulmitarbeiterInnen |  Yoga als nachhaltiger Weg im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Universität Augsburg (Kontakt | Details)
  • Capital4Health | Health.edu (Kontakt | Details)
  • Chronischer Stress und Persönlichkeitsentwicklung vor dem Hintergrund von Doppelbelastung an den Eliteschulen des Fußballs des FC Augsburg (Kontakt | Details)
  • Chronischer Stress und Selbstkonzeptentwicklung vor dem Hintergrund von Doppelbelastung an Sportprofilschulen (Kontakt | Details)

Lehrstuhl für Trainings- und Bewegungswissenschaft:

  • Inter-individual Differences in Multitasking: Prioritisation and Conceptualisation as Determinants of Efficient Multitasking (KontaktDetails)
  • Entwicklung einer wissenschaftlich fundierten Leistungsdiagnostik im Sportklettern (KontaktDetails)
  • „Flexibility in Multitasking”: Impact of Predictability in Visuomotor Performance (Kontakt | Details)
  • „LeHet" - Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität | Schulung der Diagnose- und Rückmeldekompetenz von Lehramtsstudierenden im Fach Sport mit Hilfe moderner Medien (Kontakt | Details)
  • Sportmotorische Tests in der Grundschule (Kontakt | Details)


Entwicklung von Grundlagen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement an der Universität Augsburg

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Ansprechpartner*in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Prof. Dr. Werner Schneider, Sandra Burger

Kooperation: ZIG Universität Augsburg, Steuerungskreis Gesundheit 

Finanzierung: TK (Techniker Krankenkasse)

Projektlaufzeit: Januar 2019 – Dezember 2021

Zielsetzung: Entwicklung eines langfristigen systematischen Konzepts für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Augsburg

Kurzbeschreibung: Die Universität Augsburg engagiert sich seit mehreren Jahren durch unterschiedliche Gesundheitsangebote (Gesundheitstag, Bewegungs- und Entspannungskurse, Vortragsreihen) für das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter*innen, doch fehlt bislang ein strukturiertes passgenaues BGM Konzept. Im Zuge dessen, dass sich die Universität Augsburg, auch bedingt durch den Aufbau der Medizinischen Fakultät, in einem weitreichenden Transformations- und Organisationsentwicklungsprozess befindet, soll diese Lücke nun geschlossen werden. Um die gesundheitliche Ist-Situation zu analysieren, werden im Rahmen einer Befragung Belastungen und Ressourcen der Mitarbeiter*innen erhoben, die als Grundlage für die Entwicklung bedarfsgerechter gesundheitsförderlicher Maßnahmen dienen sollen. Konkrete verhaltens- und verhältnispräventive Angebote werden entwickelt, implementiert und evaluiert, sodass damit die Grundlagen für eine nachhaltige Verankerung des BGMs in die universitäre Organisation geschaffen werden. Als Basis für strukturelle und nachhaltige Entscheidungen werden passgenaue Alternativkonzepte für ein BGM an der Universität Augsburg entwickelt.

Datenerhebung:  Quantitative Fragebogenerhebungen, Experteninterviews, formative und summative Modulevaluationen

Datenauswertung: Deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung sowie qualitative Inhaltsanalyse


Capital4Health | Health.eduPLUS

 capital4health 

Ansprechpartner*in: Prof. Dr, Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Julia Lohnmann

Kooperation: Prof. Dr. Ralf Sygusch (Universität Erlangen)(Teilprojektleiter);  Prof. Dr. Susanne Tittlbach (Universität Bayreuth)

Einbindung: Capital4Health (https://www.capital4health.de/en/) ist ein Forschungsverbund, der aus sieben Teilprojekten mit nationalen und internationalen Partnern besteht. Gesamtziel ist die Erforschung und Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Settings (Kindergarten, Schule, Betrieb und Gemeinde) durch Verbesserung der individuellen Kompetenzen sowie der organisatorischen Strukturen.

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01JA1509)

Projektlaufzeit: Oktober 2018 – März 2021

Zielsetzung: Entwicklung, Implementation und Evaluation sowie Bereitstellung konkreter Unterrichtsbausteine zum Thema sportbezogene Gesundheitskompetenz (Schwerpunkt „Bewegungszeit“) in Sportunterricht und Lehrerbildung.

Kurzbeschreibung: Ein besonderes Gewicht wird in diesem Forschungsprojekt auf die Thematik Bewegungszeit in Verbindung mit kompetenzorientierter Aufgabenkultur gelegt. Als Trigger zur Weiterentwicklung, Umsetzung und Verbreitung des Themas sportbezogene Gesundheitskompetenz dient die Bereitstellung und Verbreitung abgestimmter Good-practie Beispiele. Aus Sicht aller Projetkbeteiligten erscheint es zentral, dass diese (a) anschlussfähig sind an die Fachdiskussion und den bayerischen LehrplanPLUS, (b) von den beteiligten Akteuren mitentwickelt werden und (c) Lehrenden in allen Settings in Form konkreter Praxisbeispiele zur Anbahnung sportbezogener Gesundheitskompetenz zur Verfügung stehen. Im Zuge der Scaling-up Maßnahmen wird der Schultyp Grundschule in Health.eduPLUS neu aufgenommen.

Datenerhebung:  Dokumentenanalyse LehrplanPLUS, Fragebogen zur Erfassung sportbezogener Gesundheitskompetenz bei Schülerinnen und Schülern, videogestützte Unterrichtsbeobachtung im Sportunterricht, problemzentrierte Stimulated-Recall-Interviews mit Sportlehrkräften

Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse (MAXQDA) bzw. deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung

 

„LeHet“ - Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität | „LeSeif“ - Leistungsstarke SchülerInnen im Unterrichtsfach Sport erkennen, individuell beraten und fördern

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Ansprechpartner*inProf. Dr. Hans Peter Brandl-BredenbeckKathrin Weiß

Einbindung: LeHet“ (Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität) (https://www.uni-augsburg.de/projekte/lehet/) ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Universität Augsburg, das im Rahmen der bundesweiten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" gefördert wird. Ziel ist es, künftige Lehrer*innen so gut wie möglich auf die mit Heterogenität verbundenen Herausforderungen vorzubereiten.

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01JA1509)

Projektlaufzeit: Oktober 2016 – Dezember 2018

Zielsetzung: Bestimmung von gewinnbringenden Bewältigungsstrategien im Umgang mit Handlungskonflikten bei (Leistungs-)Sport treibenden Schüler*innen; Ableitung von Strategien und Maßnahmen zur Beratung und Förderung dieser; Vermittlung dieser Kenntnisse im Rahmen der Sportlehrer*innenausbildung.

Kurzbeschreibung: Im Fokus von „LeSeif“ steht der Umgang mit Handlungskonflikten zwischen schulischen, freizeit- und sportbezogenen Zielen bei (Leistungs-)Sport treibenden Schüler*innen. Diese treten aufgrund der Mehrfachbelastung durch die Vereinbarung von Schule und Sport vermehrt auf. Abhängig von der individuellen Bewältigungsstrategie für diese Handlungskonflikte kommt es häufig zu einer negativen Beeinflussung der jeweiligen Handlungsausführung und einer damit einhergehenden Leistungsminimierung in den jeweiligen Bereichen. Da nicht gewählte Handlungsoptionen weiterhin gedankliche Anreize setzen, ist zudem häufig eine negative Beeinflussung des Wohlbefindens der Schüler*innen die Folge.

Datenerhebung: Fragebogen zur Entstehung und Häufigkeit von motivationalen Handlungskonflikten zwischen verschiedenen Zielbereichen sowie zum subjektiven Erleben dieser Konflikte und zum Einsatz und zur Effizienz von Bewältigungsstrategien; Datenerhebung in der Sekundarstufe von drei verschiedenen Schularten (Regelschule, sportbetonte Schule, Eliteschule des Sports)

Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse (MAXQDA) bzw. deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung

Fragebogen zur Studie

"GeH Mit!" - Gesundheitsförderung für Hochschulmitarbeiter*innen |  Yoga als nachhaltiger Weg im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Universität Augsburg

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Ansprechpartner*inProf. Dr. Hans Peter Brandl-BredenbeckDr. Lena Kroll

Kooperation: ZIG Universität Augsburg, Steuerkreis Gesundheit 

Finanzierung: TK (Techniker Krankenkasse)

Projektlaufzeit: November 2015 – September 2018

Zielsetzung: Nachhaltige Entwicklung von alltagsnaher Gesundheitskompetenz; Verkleinerung und/oder langfristige Schließung der Intentions-Verhaltens-Lücke zur Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Lebenswandels bei Universitätsmitarbeiter*innen; Entwurf standortbezogener und –übergreifender Handlungsstrategien zur Gesundheitsförderung im Setting Hochschule.

Kurzbeschreibung:  Im Rahmen des GeH Mit!-Projektes wurde die Entwicklung alltagsnaher Gesundheitskompetenz in Abhängigkeit von einer theoriegeleiteten, evidenzbasierten und standardisierten Interventionsmaßnahme betrachtet. Die GeH Mit! -Intervention setzte sich aus vier Modulen zusammen (Basis-, Aufbau-, Nachhaltigkeits-, Langfristigkeitsmodul), die die prozesshafte, mehrschichtige und mehrstufige Entwicklung von Gesundheitskompetenz ansteuerten. 195 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter*innen nahmen an der zweijährigen Studie teil, davon 90 Personen als Teil der Interventionsgruppe und 105 Personen als Teil der Kontrollgruppe. Der Anstieg fast aller Werte im Bereich der Gesundheitskompetenz über den gesamten Projektverlauf – also sogar in der 3-monatigen, kaum betreuten Phase – sowie der nur geringfügige und nicht signifikante Rückgang der Werte in der Phase des 12-monatigen Langfristigkeitsmoduls ohne Betreuung bestätigt die Eignung der Herangehensweise im Rahmen der GeH Mit!-Studie.

Datenerhebung: Längsschnitt mit quasi-experimentellen Kontrollgruppen-Design mit Prä-, Post- und Follow-up-Messungen; quantitative Fragebogenerhebungen, Experteninterviews, formative und summative Modulevaluationen mit qualitativen Interpretationshilfen

Datenauswertung: Deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung sowie qualitative Inhaltsanalyse bzw.

Capital4Health | Health.edu

capital4health

Ansprechpartner*in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-BredenbeckMandy Lutz

Kooperation: Prof. Dr. Ralf Sygusch (Universität Erlangen) (Teilprojektleiter);  Prof. Dr. Susanne Tittlbach (Universität Bayreuth)

Einbindung: Capital4HEALTH (https://www.capital4health.de/en/), ein Forschungsverbund, der aus sieben Teilprojekten mit nationalen und internationalen Partnern besteht. Gesamtziel ist die Erforschung und Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Settings (Kindergarten, Schule, Betrieb und Gemeinde) durch Verbesserung der individuellen Kompetenzen sowie der organisatorischen Strukturen.

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01EL1421C)

Projektlaufzeit: April 2015 – März 2018

Zielsetzung: Entwicklung methodisch-didaktischer Maßnahmen zur Förderung des Themas Gesundheit und Fitness in der Lehrebildung.

Kurzbeschreibung: In Kooperation mit der Universität Bayreuth und Universität Erlangen ist der Standort Augsburg für das Teilprojekt „Health.edu: Gesundheit im Sportunterricht“ zuständig. Die zentrale Forschungsfrage des Teilprojekts „Health.edu – Lehrerbildung“ ist: Inwiefern werden sportpädagogische und curriculare Ansprüche zum Thema Gesundheit in der Wirklichkeit von Lehrerbildung eingelöst? Nach einer Analyse des Ist-Zustands durch Dokumentenanalyse, videogestützte Beobachtungen von Lehrveranstaltungen und Stimulated-Recall Interviews mit den Seminarlehrern bzw. Dozenten (Evaluation) werden kooperative Planungsgruppen an den jeweiligen Settings eingerichtet. Diese entwickeln in einem Planungsprozess verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Themas Gesundheit und Fitness in der Lehrerbildung. Die Planungsgruppen bestehen aus Forschenden, politischen Entscheidungsträgern, Studierenden/ Lehramtsanwärtern und Dozenten/ Seminarlehrern. Nach dem kooperativen Planungsprozess erfolgt die Umsetzung der entwickelten strukturellen und methodisch-didaktischen Maßnahmen einschließlich der Sicherung der Nachhaltigkeit. Anschließend kommt es zur erneuten Evaluation in den Settings.

Datenerhebung: Dokumentenanalyse, videogestützte Unterrichtsbeobachtung im Sportunterricht, problemzentrierte Stimulated-Recall-Interviews mit Seminarlehrern bzw. Dozenten

Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse (MAXQDA).

Chronischer Stress und Persönlichkeitsentwicklung vor dem Hintergrund von Doppelbelastung an den Eliteschulen des Fußballs des FC Augsburg

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Ansprechpartner*in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-BredenbeckDr. Jennifer Breithecker

Projektlaufzeit: 2013 bis heute

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Zielsetzung: Langfristige Begleitung junger Fußballtalente an Eliteschulen des Fußballs in ihrer schulischen, sportlichen und persönlichen Entwicklung; Erforschung von chronischem Stress und Persönlichkeitsentwicklung vor dem Hintergrund der verschiedenen Schulformen.

Kurzbeschreibung: Um junge Fußballtalente frühzeitig zu fördern und in den Profifußball zu begleiten, sind Vereine darum bemüht Verbundsysteme aus Schule und Leistungssport zu schaffen, die ein Netzwerk aus entsprechenden Fördermöglichkeiten bieten. Durch eine systematische Verzahnung sollen Nachwuchsfußballer in sportlichen, schulischen und persönlichen Belangen unterstützt und vor zu hohen chronischen Stressbelastungen geschützt werden. Der Deutsche Fußballbund würdigt dieses Engagement mit dem Titel „Eliteschule des Fußballs“. Im Rahmen des Projekts wird die Eliteschule des Fußballs des FC Augsburg (Gymnasium, Realschule und Mittelschule) in pädagogisch-psychologischer Perspektive wissenschaftlich begleitet. Die Erhebung wurde erstmalig im Jahr 2013 durchgeführt und wird seitdem jährlich wiederholt. Die Projektarbeit ist angebunden an universitäre Lehrveranstaltungen zur empirisch-sozialwissenschaftlichen Ausbildung von zukünftigen Lehramtsstudenten im Bereich Sport.

Datenerhebung: Längsschnitt mit Kontrollgruppendesign; standardisierte Fragebogenerhebung zu chronischen Stressbelastungen, verschiedenen Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung (Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Leistungsmotivation, etc.) sowie diversen Schulleistungsparametern; Konzentrationstest; Wochentagebuch.

Datenauswertung: Deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung

 

Chronischer Stress und Selbstkonzeptentwicklung vor dem Hintergrund von Doppelbelastung an NRW-Sportschulen

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Ansprechpartner*in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-BredenbeckDr. Jennifer Breithecker

Kooperation: Jun.-Prof. Dr. Miriam Kehne (Universität Paderborn)

Projektlaufzeit: 2011 bis heute

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Zielsetzung: Erforschung der Selbstkonzept- und Stressentwicklung junger Sportprofilschüler im Vergleich zu Regelschülern sowie der Stresspufferhypothese im Zusammenhang von sportlicher Aktivität, Stress und Selbstkonzept.

Kurzbeschreibung: (Leistungs-)Sportliche Karrieren erfordern einen langfristigen und systematischen Aufbau. Zur Förderung sowohl schulischer als auch sportlicher Karrieren wurden im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen in NRW Sportschulen mit Sportprofilklassen eingerichtet. Ziel dieser Förderungsmaßnahme ist es, chronische Belastungen weitestgehend zu reduzieren und eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung junger Talente sicherzustellen. Das Projekt widmet sich der Erfassung dieser chronischen Stressbelastungen unter besonderer Berücksichtigung der Selbstkonzeptentwicklung von Sportprofilschülern an einer Realschule in Nordrhein-Westfalen. Dieses Schulsetting wurde gewählt, da sich die sportwissenschaftliche Begleitforschung bisher zumeist auf Gymnasien beschränkt.

Datenerhebung: Längsschnitt mit Kontrollgruppendesign; standardisierte Fragebogenerhebung zu chronischen Stressbelastungen, verschiedenen Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung (Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Leistungsmotivation, etc.) sowie diversen Schulleistungsparametern; Konzentrationstest; Wochentagebuch.

Datenauswertung: Deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung

Inter-individual Differences in Multitasking: Prioritisation and Conceptualisation as Determinants of   Efficient Multitasking  (Englisch)

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Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Künzell & Harald Ewolds

 

Kooperation: Prof. Dr. Dr. Markus Raab (DSHS Köln), Dr. Rita Oliveira (LSBU London)

 

Finanzierung: DFG

 

Laufzeit: November 2018 - März 2021

 

Zielsetzung: Das vorherige Projekt DFG-Schwerpunktprogramm 1772 „Human Performance unter multiplen kognitiven Aufgabenanforderungen: Von grundlegenden Mechanismen zur optimierten Aufgabenplanung“ hat gezeigt, dass die Leistung in Doppelaufgaben durch individuell bestimmte Strategien und die Konzeption der Doppelaufgabe (entweder als zwei separate Aufgaben oder als integrierte "Super"-Aufgabe) stark beeinflusst werden kann. Die Forschungsgruppe aus Köln wird sich im Folgeprojekt auf die interindividuellen Unterschiede im Multitasking-Verhalten konzentrieren, während die Augsburger Gruppe untersucht, wie Doppelaufgaben konzeptualisiert werden, wie die Konzeptualisierung instruiert werden kann und wie unterschiedliche Konzeptualisierungen die Leistung in Doppelaufgaben beeinflussen.

 

Kurzbeschreibung: Der Einfluss von Top-Down-Mechanismen beim Multitasking ist offensichtlich, wenn die Probanden angewiesen werden, mit der linken und der rechten Hand einen 2:3-Rhythmus zu erzeugen. Diese Anweisung erzielt selten die gewünschte Kopplung zwischen den Händen. Der Rhythmus wird jedoch erfolgreich erzeugt, wenn die Hände auf sinnvolle Weise gekoppelt werden, was mit den Anweisungen erreicht werden kann, den Klang eines galoppierenden Pferdes zu erzeugen. In ähnlicher Weise hat sich gezeigt, dass ein harmonisches visuelles Feedback als Folge von nicht harmonischen Bewegungsmustern die Ausführung dieser schwierigen Bewegungen machbar macht. In der ersten Phase des Projekts werden die Mechanismen hinter diesen Phänomenen in einer Reihe von Doppelaufgabenexperimenten getestet, in denen Anweisungen, Feedback und Task-Kovariation manipuliert werden. In einer zweiten Phase bringen wir die Projekte zusammen und untersuchen, ob die Tendenz, Aufgabenanforderungen als Doppelaufgaben oder Einzelaufgaben zu konzipieren, individuell bestimmt wird, indem untersucht wird, ob Aufgabenkonzeptualisierungen auf verschiedene Arten von Doppelaufgaben übertragen werden. Die Ergebnisse des Projekts - zusammen mit den Ergebnissen der anderen Projekte des Schwerpunktprogramms - sollten zu großen theoretischen und praktischen Fortschritten auf dem Gebiet der Multitasking-Forschung führen. Die Hypothese, dass die Auswahl der Bewegungen nicht gleichzeitig erfolgen kann, wird eingehend geprüft. Wir erwarten, dass die Ergebnisse zu praktischen Überlegungen in Bereichen führen werden, in denen Multitasking-Fähigkeiten erforderlich sind oder von Vorteil sind, wie z. B. im Leistungssport, in der Chirurgie oder bei der Flugsicherung.

 

Datenerhebung: Tracking- und Reaktionszeitdaten; Fragebogen zur Aufgabenkonzeption

Datenauswertung: Matlab, Excel, SPSS

 

Entwicklung einer wissenschaftlich fundierten Leistungsdiagnostik im Sportklettern

 

 LeistungsDiagnostikKlettern

 

Ansprechpartner*in: PD Dr. Claudia Augste, Prof. Dr. Stefan Künzell, Marvin Winkler

Finanzierung: Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)

Laufzeit: Januar 2018 - Dezember 2019

Zielsetzung: Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Leistungsdiagnostik und eines Testmanuals für den „Olympic Combined“-Wettkampf im Sportklettern.

Kurzbeschreibung: Zunächst werden Tests leistungsrelevanter Merkmale, die bereits im Spitzenbereich angewendet werden, auf die Messgütekriterien hin überprüft. Für alle Leistungskomponenten, für die noch keine Diagnosetools existieren, die aber nach Expertenmeinung oder als Ergebnis von Wettkampfanalysen relevant für die Kletterleistung sind, werden neue Tests entwickelt und auf ihre Messgüte hin geprüft. Mit der so gewonnenen Testbatterie wird dann eine Datenerhebung mit Kletterern verschiedener Leistungsklassen durchgeführt, um die empirisch-statistisch leistungsrelevanten Merkmale zu identifizieren und die interne Ordnung dieser Merkmale zu bestimmen. Auf dieser Basis werden dann in allen drei Disziplinen geschlechtsspezifische Leistungsstrukturmodelle erstellt. Damit die Testbatterie in der trainingspraktischen Leistungsdiagnostik praktikabel eingesetzt werden kann, wird im Anschluss ein Testmanual erstellt. Im Hinblick auf die optimale Vorbereitung der Athletinnen und Athleten auf die Olympischen Spiele 2020, wird als Transferleistung die neu erstellte Leistungsdiagnostik mit den Nationalkaderathlet*innen durchgeführt und in individuelle Leistungsprofile überführt.

Datenerhebung: sportmotorische Tests, sportpsychologische Tests, Fragebogen

Datenauswertung: deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung

Flexibility in Multitasking: Impact of Predictability in Visuomotor Performance

 

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Ansprechpartner*inProf. Dr. Stefan Künzell, Harald Ewolds

Kooperation: Prof. Dr. Dr. Markus Raab (DSHS Köln), Dr. Rita Oliveira (LSBU London)

Einbindung: DFG-Schwerpunktprogramm 1772 „Human Performance under Multiple Cognitive Task Requirements: From Basic Mechanisms to Optimized Task Scheduling“

Finanzierung: DFG

Projektlaufzeit: Oktober 2015 – Oktober 2018

Zielsetzung: Untersuchung des Einflusses von Vorhersagbarkeit der Situation auf die Leistungen in Doppelaufgaben. Die Quellen der Vorhersehbarkeit können zum einen Wissen (Projekt Augsburg) und zum anderen Wahrnehmen (Projekt Köln/London) sein.

Kurzbeschreibung: In Augsburg wird über 8 Experimente das Ausmaß der Vorhersagbarkeit durch Wissen sowohl in der Primäraufgabe als auch in der Sekundäraufgabe manipuliert und der Einfluss auf eine Doppelaufgabenleistung untersucht. Die Primäraufgabe ist dabei stets eine visuomotorische Aufgabe, in der Augen und Hand koordiniert werden müssen. Die Hypothese ist, dass Multitasking umso besser gelingt, je genauer das Wissen über die Situation und damit die Vorhersagbarkeit ist, selbst wenn es keine wahrnehmbaren Hinweisreize zur Vorhersage gibt. Dabei – so die zweite Hypothese – spielt es keine Rolle, ob dieses Wissen bewusst erworben wurde oder nur implizit vorhanden ist (also der Versuchsperson nicht bewusst ist).

Die Ergebnisse werden – zusammen mit den anderen Projekten des Schwerpunktprogramms – einen großen theoretischen und praktischen Einfluss haben. Die Theorie, dass die Auswahl eines Handlungsplans immer nur nacheinander und niemals gleichzeitig stattfinden kann, wird kritisch auf den Prüfstand gestellt. Praktische Konsequenzen werden für alle Situationen erwartet, in denen Multitasking-Fähigkeiten notwendig sind oder Vorteile bringen, sei es im Leistungssport, in der Chirurgie oder bei der Kontrolle eines Atomkraftwerks

Datenerhebung: experimentelles Design; Motorische Leistung in Tracking und Reaktionszeit Aufgabe; Fragebogen zu explizites und implizites Wissen;

Datenauswertung: Matlab, Excel, SPSS

 

„LeHet“ - Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität | Schulung der Diagnose- und Rückmeldekompetenz von Lehramtsstudierenden im Fach Sport mit Hilfe moderner Medien

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Ansprechpartner*inProf. Dr. Stefan Künzell, Michaela Brams, Sandra Korban

 

Einbindung: LeHet“ (Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität) (https://www.uni-augsburg.de/projekte/lehet/) ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Universität Augsburg, das im Rahmen der bundesweiten "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" gefördert wird. Ziel ist es, künftige Lehrer*innen so gut wie möglich auf die mit Heterogenität verbundenen Herausforderungen vorzubereiten.

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01JA1509)

Projektlaufzeit: September 2015 – Dezember 2018

Zielsetzung: Erforschung des Nutzens von Tablet-PCs zur Unterstützung Lernender aller Leistungsstufen

 

Kurzbeschreibung: Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob moderne Medien Lehrkräfte dabei unterstützen können, sinnvoll mit der Heterogenität der Schüler*innen im Schulsport umzugehen. Hierzu wird die Wirkung des Videofeedbacks zur Bewegungsausführung in Form eines Soll-Istwert-Vergleichs mit Hilfe von Apps auf einem Tablet-PC analysiert. In einem ersten Schritt wurde die motorische Verbesserung bei Sportstudierenden des Lehramts untersucht, die dabei gleichzeitig den Umgang mit den Medien und die Diagnosemöglichkeiten erlernten. Die praktische Umsetzung im Sportunterricht der Schulen wurde in einem zweiten Schritt untersucht. Im Fokus stand die Verbesserung der Bewegungsvorstellung der Schüler*innen. Beteiligt waren hier auch Seminare der 2. Phase der Lehramtsausbildung. In einem dritten Schritt wurde die Verbesserung der diagnostischen Kompetenz der Studierenden mit Hilfe moderner Medien überprüft. Aufgrund der, wie erwartet, positiven Wirkungen des tablet-pc-gestützen Unterrichts, wird dieser Inhalt langfristig und nachhaltig in die Ausbildung von Sport-Lehramtsstudierenden und Referendar*innen integriert.

 

Datenerhebung: Erhebung der motorischen Verbesserung, der Bewegungsvorstellung und der diagnostischen Kompetenz jeweils im Kontrollgruppendesign, teilweise mit Einsatz von Expertenratings

Datenauswertung: Deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung

Sportmotorische Tests in der Grundschule

 

Ansprechpartner*inPD Dr. Claudia Augste

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Projektlaufzeit: seit 2008

Zielsetzung: Längsschnittliche Analyse der motorischen Leistungsfähigkeit von Grundschulkindern

Kurzbeschreibung: Der gesellschaftliche Wandel bringt Bewegungsmangel und Übergewicht mit sich. Aus wissenschaftlicher Sicht besteht großes Interesse daran, ein aktuelles Bild der sportmotorischen Leistungsfähigkeit von Kindern zu zeichnen und dieses längsschnittlich zu verfolgen. So sollen Parameter identifiziert werden, die als Ursachen für die Ausprägung der Leistungsfähigkeit gelten können, wie beispielsweise BMI, Sportvereinszugehörigkeit, Medienkonsum oder die soziale Schicht. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Kinder aus Augsburger Grundschulen in Göggingen, Hochzoll und Oberhausen seit 2008 im 5-Jahres-Rhythmus sportmotorischen Tests unterzogen.

Datenerhebung: Deutscher Motorik-Test 6-18 (DMT 6-18), Fragebogen

 

Datenauswertung: Deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung

Vorträge und Veröffentlichungen des Projekt

Inter-individual Differences in Multitasking: Prioritisation and Conceptualisation as Determinants of Efficient Multitasking

 

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ContactProf. Dr. Stefan Künzell & Harald Ewolds

FundingDFG

Term: November 2018 – March 2021

Objective: The results of the project – together with those from the other Priority Program projects - should lead to major theoretical and practical advances in the field of multitasking research. The hypothesis that the selection of movements can’t occur simultaneously will be thoroughly tested. We expect that the results will lead to practical consideration in fields where multitasking skills are required or advantageous such as professional sports, surgery or the management of a nuclear power plant.

Description: As a continuation of a previous project in the DFG Priority Program 1772 „Human Performance under Multiple Cognitive Task Requirements: From Basic Mechanisms to Optimized Task Scheduling“ we start the new project in cooperation with Markus Raab of the DSHS Köln and Rita de Oliveira of LSBU in London.

The previous project revealed that dual-task performance might be influenced by individually determined strategies and how dual-tasks are conceptualized (either as two separate tasks or as an integrated ‘super’ task). Cologne will focus on the inter-individual differences in multitasking behavior, while the way dual-tasks can be conceptualized, how this can be induced, and how different task conceptualizations influence dual-task performance will be investigated in Augsburg.

The influence of top-down mechanisms in multitasking is evident when subjects are instructed to produce a 2:3 rhythms with the left and right hand. This instruction rarely achieves the desired coupling between the hands. The rhythm is produced successfully, however, when the hands are coupled in a meaningful way, which can be achieved with the instructions of producing the sound of a galloping horse. Similarly, it has been shown that giving harmonious visual feedback as a consequence of non-harmonious movement patterns will render these otherwise difficult to execute movements very doable. In the first phase of the project the mechanisms behind these phenomena will be tested in a series of dual-task experiments where instructions, feedback and task covariation are manipulated. In a second phase we bring the projects closer together and investigate if the tendency to conceptualize task demands as dual-tasks or single tasks is individually determined by investigating whether task conceptualizations transfer to different types of dual- tasks.  

Data acquisition: Tracking and Reaction time data; questionnaire for task conceptualization

Data analyses : Matlab, Excel, SPSS