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Archiv Forschungsprojekte


Nahrungsergänzungsmittel und Supplemente – Beschreibung und Analyse der Gesundheitskompetenz bei jungen Vereinssportlerinnen und –sportlern

Ansprechpartner:  Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Alexander Brüne

Laufzeit: 2013 bis 2016

Finanzierung: Eigenfinanzierung (mit finanzieller Unterstützung, auf Sachmittelebene, durch das Institut Danone Ernährung für Gesundheit e. V.)

Projektbeschreibung: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) bzw. Supplemente werden immer häufiger auch von jungen Sportlern konsumiert. Die Wirksamkeit und Sicherheit von NEM gibt dabei immer wieder Grund zur Diskussion, insbesondere mit Blick auf die bisher kaum vorhandenen Sicherheitsregularien. Speziell im Sport scheinen fehlendes Wissen (z. B. Kontamination von NEM) und ungenaue Informationen über NEM zu weitreichenden Problemen zu führen. Aufgrund der begrenzten Erkenntnislage zu diesem Thema besteht ein erhebliches Interesse an epidemiologischen Prävalenzraten bei jungen Sportlerinnen und Sportlern, auch hinsichtlich des Zusammenhangs mit deren Gesundheitskompetenz. Hieraus ergibt sich die Frage wie groß die Verbreitung von NEM bei Jugendlichen innerhalb der deutschen Vereinslandschaft ist und wie es um das Wissen der Konsumenten um die eingenommenen Produkte bestellt ist. Aus diesem Grund wurden vor Ort ca. 1.000 Vereinsmitglieder mittels Fragebogen nach ihrem Konsumverhalten hinsichtlich der Einnahme von NEM befragt. Bei der Befragung kam ein Online-Fragebogen (EFS-Survey) zum Einsatz. Dieser wurde zur besseren Passung an die Zielgruppe mit Hilfe von Tablet-PCs durchgeführt. Neben Fragen nach den Einnahmegewohnheiten der Sportlerinnen und Sportler wurde ein Hauptaugenmerk auf die vorhandene Gesundheitskompetenz in diesem Bereich gelegt. Zusätzlich wurden Motive für eine Einnahme von NEM abgefragt.


Bewegungszeit, Belastungsintensität und Bewegungsumfang im Sportunterricht

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Jennifer Breithecker

Kooperation: Prof. Dr. Martin Lames (Technische Universität München)

Laufzeit: Oktober 2013 bis Juni 2014

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Projektbeschreibung: Seit den Studien Dietrichs (1964), die für den schulischen Turnunterricht eine durchschnittliche Bewegungszeit von lediglich etwa zehn Minuten pro Schulstunde ermittelten, steht die Effektivität schulischen Sportunterrichts in der Kritik. Dabei wird insbesondere diskutiert, wie viel Bewegung vor dem Hintergrund trainingswissenschaftlicher bzw. sportdidaktischer Perspektiven und Zielsetzungen im Sportunterricht umsetzbar und sinnvoll ist. Bisher wurde die Diskussion zumeist auf der Basis von Forschungsergebnissen geführt, die sich der Erfassung von Bewegungszeit (Stoppuhr; min:sec) und Belastungsintensität (HF-Monitoring; Schläge/min) widmeten. Neue technische Verfahren bieten jedoch zusätzlich die Möglichkeit Bewegungsumfänge (LPM-System; Meter/min) zu untersuchen und damit ein differenzierteres Bild des Sportunterrichts abzubilden.

Das Forschungsprojekt zielt entsprechend darauf ab, zusätzlich zur Bewegungszeit und Belastungsintensität den Bewegungsumfang von Schülern im Sportunterricht zu ermitteln. Um die Ergebnisse vergleichbar zu gestalten, wurde exemplarisch das Unterrichtsthema Fußball gewählt. Zum Einsatz kommen standardisierte Unterrichtsprotokolle, Herzfrequenzmesser und ein häufig im Spitzensport verwendetes Trackingsystem, das patentierte „Local Position Measurement System“ (LPM-System), das auf der Basis der Hochfrequenztechnologie Positionen von Personen und Objekten in Echtzeit misst. Die Untersuchung fand zu zwei Messzeitpunkten im Oktober 2013 (Indoor/Halle) und Juni 2014 (Outdoor/Rasenplatz) an einem bayerischen Gymnasium mit insgesamt 356 Schülern von der fünften bis zur zehnten Klasse statt. Bei der weiteren Datenauswertung wurde insbesondere ein Settingvergleich durchgeführt, der weiter nach Einzelstunde bzw. Doppelstunde, Geschlecht sowie Jahrgangsstufe differenziert.

Im Anschluss an das Projekt soll die Untersuchung auf andere Sportarten des schulischen Sportunterrichts ausgeweitet werden.


Sport- und Bäderentwicklungsplan der Stadt Augsburg

Ansprechpartner: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck

Kooperation: Prof. Dr. Robin Kähler (Mannheim) (Projektleiter); Franz-Josef Eger (Augsburg)

Laufzeit: April 2015 – Juni 2016

Finanzierung: Stadt Augsburg

Projektbeschreibung: Die Stadt Augsburg nennt sich Sportstadt. Vor diesem Hintergrund macht sich die Stadt Augsburg auf den Weg, auch die Sport- und Bäderlandschaft einer Status-quo-Analyse zu unterziehen und sich für die zukünftigen Nutzer strategisch zu positionieren und vorzubereiten. Auf der Grundlage einer Bevölkerungsbefragung, Vereinsbefragung, Schulbefragung und einer Sportstättenmängelerhebung sollen Potenziale einer zukunftsträchtigen Sport- und Bäderentwicklungsplanung herausgearbeitet und in kooperativen Workshops mit den jeweiligen Zielgruppen entwickelt und besprochen werden. Ziel sollen strategische Entscheidungen für die Sportstadt Augsburg 2030 sein.


Sportmotorische Tests bei Vorschulkindern

Ansprechpartnerin: PD Dr. Claudia Augste

Laufzeit: August 2010 - Juli 2011

Der gesellschaftliche Wandel bringt Bewegungsmangel und Übergewicht mit sich. Inwiefern sind davon bereits Kinder im Vorschulalter betroffen. Welche Parameter sorgen für vorteilhafte, welche für negative Voraussetzungen für körperliche Fitness in dieser Altersklasse? Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Augsburg und des Gesundheitsamts Augsburg wurden alle Augsburger Kinder, die im Herbst 2011 schulpflichtig werden diesbezüglich untersucht.

Veröffentlichungen zum Projekt


Augsburger Sport- und IntegrationsSurvey (ASIS)

Ansprechpartner: Prof. Dr. Helmut Altenberger, Günes Turan und Dr. Jürgen Hofmann
Kooperation und Finanzierung: Stadt Augsburg
Laufzeit: seit 2009

Projektbeschreibung:

Ausgehend vom bisherigen Forschungsstand zur Thematik „Sport und Integration“ stützt sich dieses Forschungsprojekt auf die Darstellung der Zusammenhänge zwischen Integration und Sport im Allgemeinen sowie auf die Stadt Augsburg im Speziellen. Eine besondere Beachtung findet dabei auch der Schulsport. Ein vertieftes Augenmerk wird zudem auf die Reflexion des Integrationsverständnisses gelegt. In einem ersten Schritt sollen mittels sozialstrukturellen Analysen Entscheidungsträger aus unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen identifiziert werden, die einerseits Best-Practice-Modelle beschreiben, andererseits aber auch Probleme im sozialen Integrationsprozess explizieren. Dabei werden auch die Integrationspotenziale des Sports in Schulen und Vereinen abgefragt. In einem zweiten Schritt sollen auf der Umsetzungsebene exemplarisch ausgewählte Schulen und Sportvereine im Hinblick auf Integrationsprobleme und Integrationsmöglichkeiten befragt werden, um aufgrund dieser Ergebnisse, Handlungsempfehlungen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.


Text?

Qualitative Spielbeobachtung im Handball

Ansprechpartner: Christoph Dreckmann, Karsten Görsdorf

Das BISp-geförderte Projekt beschäftigt sich im Kern mit der qualitativ evaluativen Begleitung der A-Jugend-Nationalmannschaft, Jahrgang 1990/91 unter den Trainern Petersen und Dr. Armbruster durch die Methode der Qualitativen Spielbeobachtung.Die wissenschaftlichen Innovationen bestehen im Generieren von Vermittlungsstrategien für das soziale System der Nationalmannschaft als auch das Führen eines triangulativen Wirksamkeitsnachweises der Methode. Somit kann die Kommunikation zwischen den beteiligten Stakeholdern optimiert werden. Als praktische Erfolge konnten mit dieser Mannschaft der Europameistertitel 2008 und mit den Junioren der Vizeweltmeistertitel 2007 errungen werden.

Vorträge und Veröffentlichungen zum Projekt


Text?ASpoGAMo -Automated Sport Game Analysis Model

Ansprechpartner: Dr. Ole Cordes und Dr. Malte Siegle

Das DFG-geförderte Projekt ASpoGAMo läuft über 2 Jahre und beschäftigt sich mit der Entwicklung einer neuen Klasse von Sportspielmodellen. Hierbei liegt der Schwerpunkt im Fußball. Mit Hilfe von den Positionsdaten eines jeden Spielers, die aus den Bilddaten eines Spiels gewonnen werden können, werden individuelle Bewegungs- und Aktionsprofile sowie Beanspruchungsuntersuchungen durchgeführt. Auf der mannschaftstaktischen Ebene gehen die Auswertungen in den Bereich der Taktik. Hier werden die Aufstellung und das Verhalten in bestimmten Situationen automatisch analysiert. Kooperationspartner in diesem Projekt ist die TU München, die für die Programmierung der Software zuständig ist.

Veröffentlichungen und Vorträge zum Projekt


Techniktraining unter konditioneller Belastung

Ansprechpartnerin: PD Dr. Claudia Augste

Laufzeit: 1998-2006

Projektbeschreibung: In der Leistungssportforschung wird ständig nach Möglichkeiten gesucht, das Training zu optimieren. Dazu sind gerade für das Nachwuchstraining effektive Modelle gefragt, mit denen junge Sportler an Spitzenleistungen herangeführt werden. Bisher herrschte in der Trainingslehre die Auffassung vor, dass das Neulernen von technischen Fertigkeiten immer nur in ausgeruhtem Zustand stattfinden soll. In einem Trainingsexperimenten mit jugendlichen Basketballspielern konnte nachgewiesen werden  dass sich ein hoher Beanspruchungsgrad beim Erlernen einer neuen Bewegungstechnik, dem Hook-Shot, tatsächlich negativ auswirkt. In fortgeschrittenem Lernstadium dagegen führte ein vorher durchgeführtes intensives Zirkeltraining zu einer besseren Lernleistung.

Veröffentlichungen zum Projekt


Text?Mathematische Modellierung von Sportspielen

Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Lames, Florian Walter, Dominik Jörg

Wenn als Wesen der Sportspiele die dynamischen Interaktionsprozesse zwischen zwei Parteien angesehen werden (Lames, 1991), dann ist es aus Sicht der Modellbildung erforderlich, Beschreibungen zu entwickeln, die diese Eigenschaften (interaktiv und dynamisch) abbilden. In diesem Projekt wird nach solchen Modellen gesucht. Bisher kamen zum Einsatz:

  • Finite Markov-Ketten (Lames, 1991), die ein Spiel durch Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen diskreten Zuständen beschreiben (Tennis, Volleyball),
  • die Relative Phase (Lames & Walter, 2006), mit der die positionalen Interaktionen zwischen zwei Mannschaften oder Spielern beschrieben werden (Tennis, Fußball),
  • Moving Correlations (Lames, 2006), die die momentanen Spielstärken zweier Mannschaften lokal in Beziehung setzen und
  • Perturbationen (Jörg & Lames, i.V.), mit denen auf eine qualitative Weise versucht wird, die punktentscheidenden Ungleichgewichte in Ballwechseln zu erfassen.

Als Rahmentheorie wird die Theorie Dynamischer Systeme verwendet.

Vorträge und Veröffentlichungen zum Projekt


Text?Forschung im Fußball

Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Lames

Pressetexte: "Fußballglück", "Schlechtes Benehmen", "Der Zufall arbeitete deutsch"

 


Text?Talentforschung

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Martin Lames, Maren Schimanski

Da man das Prognoseproblem der Talentforschung als ungelöst bzw. unlösbar ansehen muss, liegt die Suche nach neuen theoretischen Konzeptionen nahe. Dazu wird die Expertise-Forschung sensu Ericsson mit ihrer Übertragung auf den Sport (Starkes, Abbott) herangezogen, und aus dieser Perspektive wird versucht, Ableitungen für Talentfördersysteme zu entwerfen. Zusätzlich werden hoch interessante Ansätze aus der Theorie Dynamischer Systeme zur Talentforschung rezipiert. Eigene empirische Arbeiten beschäftigen sich auf recht breiter Front mit dem Relative Age Effect, mit Kaderstrukturanalysen von Verbänden und Vereinen, sowie mit den Karrieren von Hochleistungssportlern.

Vorträge und Veröffentlichungen des Projekts


Text?Schulsportforschung

Augsburger Studie zum Schulsport in Bayern

Projektmitarbeiter: Prof. Dr. Helmut Altenberger, Dr. Christine Höss-Jelten, Dr. Sandra Senner, Dr. Verena Oesterhelt

2005

Mit der Augsburger Studie wurde eine repräsentative Untersuchung zur aktuellen Situation des Schulsports in Bayern durchgeführt. Sie basiert auf zwei Erhebungen zur subjektiven Wahrnehmung ausgewählter, qualitätsrelevanter Aspekte des Schulsports. Die Stichprobe umfasste 212 Lehrkräfte von 42 Schulen (Gymnasium, Realschule, Hauptschule) und 1593 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 bis 12. Die schriftliche Befragung wurde in Form von Face-to-Face-Interviews durchgeführt. Neben sportunterrichtsspezifischen wurden auch lebensstilrelevante Aspekte der Schülerinnen und Schüler erfasst. Hieraus ergaben sich Typisierungen von Schülern, deren Interpretation im täglichen Umgang im Sportunterricht eine Hilfestellung darstellen kann.

Darüber hinaus wurden Merkmale für Qualitätsstandards des Sportunterrichts betrachtet, die den Lehrenden selbst betreffen, den Unterricht mit seinen Zielsetzungen und Inhalten sowie den äußeren Gegebenheiten (Ressourcen) und Aspekte der Profilierung der Schule (Kooperationen, Projekte etc.). Weiterhin wurde der Stellenwert des Sportunterrichts bei Schülern, Lehrern, Eltern und anderen relevanten Personengruppen eruiert.


Text?Forschungsinitiative Lehrergesundheit

Projektmitarbeiter: Prof. Dr. Martin Lames, Dr. Peter Fischer

Pressemitteilung