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Laufende Forschungsprojekte


Flexibility in Multitasking: Impact of Predictability in Visuomotor Performance

Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Künzell

Finanziert durch die DFG

Laufzeit: Oktober 2015 – Oktober 2018

Im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramm 1772 „Human Performance under Multiple Cognitive Task Requirements: From Basic Mechanisms to Optimized Task Scheduling“ wird an der Professur für Bewegungs- und Trainingswissenschaft der Universität Augsburg zusammen mit Markus Raab von der DSHS Köln und Rita Oliveira von der LSBU in London das Forschungsprojekt „Flexibility in Multitasking: Impact of Predictability in Visuomotor Performance“ durchgeführt.

Im Kern geht es darum, den Einfluss von Vorhersagbarkeit der Situation auf die Leistungen in Doppelaufgaben zu untersuchen. Die Quellen der Vorhersehbarkeit können zum einen Wissen (Projekt Augsburg) und zum anderen Wahrnehmen (Projekt Köln/London) sein.

In Augsburg wird über 8 Experimente das Ausmaß der Vorhersagbarkeit durch Wissen sowohl in der Primäraufgabe als auch in der Sekundäraufgabe manipuliert und der Einfluss auf eine Doppelaufgabenleistung untersucht. Die Primäraufgabe ist dabei stets eine visuomotorische Aufgabe, in der Auge und Hand koordiniert werden müssen. Die Hypothese ist, dass Multitasking umso besser gelingt, je genauer mein Wissen über die Situation und damit die Vorhersagbarkeit ist, selbst wenn es keine wahrnehmbaren Hinweisreize zur Vorhersage gibt. Dabei – so die zweite Hypothese – spielt es keine Rolle, ob dieses Wissen bewusst erworben wurde oder nur implizit vorhanden ist (also der Versuchsperson nicht bewusst ist).

Die Ergebnisse werden – zusammen mit den anderen Projekten des Schwerpunktprogramms – einen großen theoretischen und praktischen Einfluss haben. Die Theorie, dass die Auswahl eines Handlungsplans immer nur nacheinander und niemals gleichzeitig stattfinden kann, wird kritisch auf den Prüfstand gestellt. Praktische Konsequenzen erwarten wir für alle Situationen, in denen Multitasking-Fähigkeiten notwendig sind oder Vorteile bringen, sei es im Leistungssport, in der Chirurgie oder bei der Kontrolle eines Atomkraftwerks.

 

„GeH Mit!“ – Gesundheitsförderung für HochschulmitarbeiterInnen

Yoga als nachhaltiger Weg im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Universität Augsburg

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Lena Kroll

Finanzierung: TK (Techniker Krankenkasse)

Projektlaufzeit: November 2015 – September 2017

Projektbeschreibung: Das Forschungsprojekt wird am Lehrstuhl für Sportpädagogik durchgeführt und untersucht Möglichkeiten, um die „Intentions-Verhaltens-Lücke“, also die Kluft zwischen theoretischem Gesundheitswissen und der Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Lebenswandels, bei UniversitätsmitarbeiterInnen zu verkleinern oder gar zu schließen. Hierzu wird eine standardisierte Intervention zur „Förderung der MitarbeiterInnengesundheit durch Yoga“ durchgeführt und wissenschaftlich begleitet. Die zu prüfende These lautet, dass diese Intervention die prozesshafte, mehrschichtige und mehrstufige Entwicklung von Gesundheitskompetenz als Fähigkeit, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken (Kickbusch/Maag) beim Individuum signifikant begünstigt. Das Projekt ist in drei Interventionsmodulen angelegt: (1) „Basismodul“ zur Schaffung der gesundheitsbezogenen Grundlagen in einem Yoga-Kurs, (2) „Aufbaumodul“ zur Einbettung ausgewählter Yoga-Übungen in den individuellen Arbeitsalltag und (3) „Nachhaltigkeitsmodul“ zur Förderung der selbstständigen Durchführung. Das Untersuchungsdesign als echter Längsschnitt mit einem quasi-experimentellen Kontrollgruppen-Design mit Prä-, Post- und Follow-up-Messungen angelegt. Die quantitativen Erkenntnisse der Prä-, Post- und Follow-up-Messungen werden durch Experteninterviews sowie formative und summative Modulevaluationen mit qualitativen Interpretationshilfen erweitert. Auf Grundlage bisheriger Erkenntnisse zu Gesundheitsmanagement und ‑förderung im Setting Hochschule und nach eingängiger Analyse der Ergebnisse des Projekts werden in dessen Folge standortbezogene und -übergreifende Handlungsstrategien entworfen. Das Projekt befördert somit wichtige Rahmenbedingungen, um den Gesundheitsgedanken bei allen Beteiligten des Systems Universität gleichermaßen als Selbstverständlichkeit zu verankern.

 

Forschungs- und Lehrprojekt „Schulung der adaptiven Diagnose- und Rückmeldekompetenz von Lehramtsstudierenden im Fach Sport mit Hilfe moderner Medien“

Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Künzell

Laufzeit: September 2015 – Dezember 2017

Finanziert durch das BMBF

Im Rahmen des vom BMBF im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" bewilligten Vorhabens "Förderung der Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität" der Universität Augsburg (Leitung Prof. Dr. Hartinger) wird an der Professur für Trainings- und Bewegungswissenschaft der Universität Augsburg das Teilprojekt „Schulung der adaptiven Diagnose- und Rückmeldekompetenz von Lehramtsstudierenden im Fach Sport mit Hilfe moderner Medien“ bearbeitet. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob moderne Medien Lehrkräfte dabei unterstützen können, sinnvoll mit Heterogenität der Schülerinnen und Schüler im Schulsport umzugehen. Hierzu wird untersucht, ob die Rückmeldung der Bewegung und ein Soll-Istwert-Vergleich mit Hilfe von Apps auf einem Tablet-PC dabei hilft, Lernende aller Leistungsstufen zu unterstützen. Dies soll in einem ersten Schritt bei Sportstudierenden des Lehramts untersucht werden, die dabei gleichzeitig im Umgang mit den Diagnosemöglichkeiten der mit Apps bestückten Tablet-PCs erlernen. In einem zweiten Schritt wird dann die praktische Umsetzung im Sportunterricht der Schulen untersucht, wobei hier Seminare der 2. Phase der Lehramtsausbildung geschult werden.

Sollten sich die erwarteten positiven Wirkungen eines tablet-pc-gestützen Unterrichts einstellen, wird dieser Inhalt langfristig und nachhaltig in die Ausbildung von Sport-Lehramtsstudierenden und ReferendarInnen integriert.

 

Nahrungsergänzungsmittel und Supplemente – Beschreibung und Analyse der Gesundheitskompetenz bei jungen Vereinssportlerinnen und –sportlern

Ansprechpartner:  Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Alexander Brüne

Laufzeit: 2013 bis 2016

Finanzierung: Eigenfinanzierung (mit finanzieller Unterstützung, auf Sachmittelebene, durch das Institut Danone Ernährung für Gesundheit e. V.)

Projektbeschreibung: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) bzw. Supplemente werden immer häufiger auch von jungen Sportlern konsumiert. Die Wirksamkeit und Sicherheit von NEM gibt dabei immer wieder Grund zur Diskussion, insbesondere mit Blick auf die bisher kaum vorhandenen Sicherheitsregularien. Speziell im Sport scheinen fehlendes Wissen (z. B. Kontamination von NEM) und ungenaue Informationen über NEM zu weitreichenden Problemen zu führen. Aufgrund der begrenzten Erkenntnislage zu diesem Thema besteht ein erhebliches Interesse an epidemiologischen Prävalenzraten bei jungen Sportlerinnen und Sportlern, auch hinsichtlich des Zusammenhangs mit deren Gesundheitskompetenz. Hieraus ergibt sich die Frage wie groß die Verbreitung von NEM bei Jugendlichen innerhalb der deutschen Vereinslandschaft ist und wie es um das Wissen der Konsumenten um die eingenommenen Produkte bestellt ist. Aus diesem Grund wurden vor Ort ca. 1.000 Vereinsmitglieder mittels Fragebogen nach ihrem Konsumverhalten hinsichtlich der Einnahme von NEM befragt. Bei der Befragung kam ein Online-Fragebogen (EFS-Survey) zum Einsatz. Dieser wurde zur besseren Passung an die Zielgruppe mit Hilfe von Tablet-PCs durchgeführt. Neben Fragen nach den Einnahmegewohnheiten der Sportlerinnen und Sportler wurde ein Hauptaugenmerk auf die vorhandene Gesundheitskompetenz in diesem Bereich gelegt. Zusätzlich wurden Motive für eine Einnahme von NEM abgefragt.

 

Chronischer Stress und Selbstkonzeptentwicklung vor dem Hintergrund von Doppelbelastung an Sportprofilschulen

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Jennifer Breithecker

Kooperation: Jun.-Prof. Dr. Miriam Kehne (Universität Paderborn)

Laufzeit: 2011 bis heute

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Projektbeschreibung: (Leistungs-)Sportliche Karrieren erfordern einen langfristigen und systematischen Aufbau. Zur Förderung sowohl schulischer als auch sportlicher Karrieren wurden im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen diverser Bundesländer vermehrt Sportprofilklassen eingerichtet. Ziel dieser Förderungsmaßnahme ist es, chronische Belastungen weitestgehend zu reduzieren und eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung junger Talente sicherzustellen. Das längsschnittlich angelegte Forschungsprojekt im Kontrollgruppendesign widmet sich der Erfassung dieser chronischen Stressbelastungen unter besonderer Berücksichtigung der Selbstkonzeptentwicklung von Sportprofilschülern an einer Realschule in Nordrhein-Westfalen. Dieses Schulsetting wurde gewählt, da sich die sportwissenschaftliche Begleitforschung bisher zumeist auf Gymnasien beschränkt. Zur Erfassung kommen ein standardisierter Fragebogen sowie ein Konzentrationstest und ein Wochentagebuch zum Einsatz. Die Erhebung fand von 2011 bis 2014 jährlich statt und wird seitdem im Zweijahresrhythmus weitergeführt. Bisher nahmen ca. 800 Schülerinnen und Schüler an der Untersuchung teil. Die Teilnehmerzahl wächst mit jeder Erhebungsdurchführung um einen neuen fünften Jahrgang um ca. 100 Schüler an. Aus den ersten drei Messzeitpunkten im echten Längsschnitt soll eine Dissertation resultieren, welche die Selbstkonzept- und Stressentwicklung junger Sportprofilschüler im Vergleich zu Regelschülern in den Blick nimmt und weiter Aufschluss über Stresspufferhypothesen zum Zusammenhang von sportlicher Aktivität, Stress und Selbstkonzept gibt.

 

Bewegungszeit, Belastungsintensität und Bewegungsumfang im Sportunterricht

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Jennifer Breithecker

Kooperation: Prof. Dr. Martin Lames (Technische Universität München)

Laufzeit: Oktober 2013 bis Juni 2014

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Projektbeschreibung: Seit den Studien Dietrichs (1964), die für den schulischen Turnunterricht eine durchschnittliche Bewegungszeit von lediglich etwa zehn Minuten pro Schulstunde ermittelten, steht die Effektivität schulischen Sportunterrichts in der Kritik. Dabei wird insbesondere diskutiert, wie viel Bewegung vor dem Hintergrund trainingswissenschaftlicher bzw. sportdidaktischer Perspektiven und Zielsetzungen im Sportunterricht umsetzbar und sinnvoll ist. Bisher wurde die Diskussion zumeist auf der Basis von Forschungsergebnissen geführt, die sich der Erfassung von Bewegungszeit (Stoppuhr; min:sec) und Belastungsintensität (HF-Monitoring; Schläge/min) widmeten. Neue technische Verfahren bieten jedoch zusätzlich die Möglichkeit Bewegungsumfänge (LPM-System; Meter/min) zu untersuchen und damit ein differenzierteres Bild des Sportunterrichts abzubilden.

Das Forschungsprojekt zielt entsprechend darauf ab, zusätzlich zur Bewegungszeit und Belastungsintensität den Bewegungsumfang von Schülern im Sportunterricht zu ermitteln. Um die Ergebnisse vergleichbar zu gestalten, wurde exemplarisch das Unterrichtsthema Fußball gewählt. Zum Einsatz kommen standardisierte Unterrichtsprotokolle, Herzfrequenzmesser und ein häufig im Spitzensport verwendetes Trackingsystem, das patentierte „Local Position Measurement System“ (LPM-System), das auf der Basis der Hochfrequenztechnologie Positionen von Personen und Objekten in Echtzeit misst. Die Untersuchung fand zu zwei Messzeitpunkten im Oktober 2013 (Indoor/Halle) und Juni 2014 (Outdoor/Rasenplatz) an einem bayerischen Gymnasium mit insgesamt 356 Schülern von der fünften bis zur zehnten Klasse statt. Bei der weiteren Datenauswertung wurde insbesondere ein Settingvergleich durchgeführt, der weiter nach Einzelstunde bzw. Doppelstunde, Geschlecht sowie Jahrgangsstufe differenziert.

Im Anschluss an das Projekt soll die Untersuchung auf andere Sportarten des schulischen Sportunterrichts ausgeweitet werden.

 

Chronischer Stress und Persönlichkeitsentwicklung vor dem Hintergrund von Doppelbelastung an den Eliteschulen des Fußballs des FC Augsburg

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Jennifer Breithecker

Laufzeit: 2013 bis heute

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Projektbeschreibung: Um junge Fußballtalente frühzeitig zu fördern und in den Profifußball zu begleiten, sind Vereine darum bemüht Verbundsysteme aus Schule und Leistungssport zu schaffen, die ein Netzwerk aus entsprechenden Fördermöglichkeiten bieten. Durch eine systematische Verzahnung sollen Nachwuchsfußballer in sportlichen, schulischen und persönlichen Belangen unterstützt und vor zu hohen chronischen Stressbelastungen geschützt werden. Der Deutsche Fußballbund würdigt dieses Engagement mit dem Titel „Eliteschule des Fußballs“. Im Rahmen des Projekts werden die drei Eliteschulen des Fußballs des FC Augsburg (Gymnasium, Realschule und Mittelschule) in pädagogisch-psychologischer Perspektive wissenschaftlich begleitet. In einer längsschnittlich angelegten Studie im Kontrollgruppendesign werden chronische Stressbelastungen, verschiedene Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung (Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, Leistungsmotivation, etc.) sowie diverse Schulleistungsparameter erhoben. Zur Erfassung wird auf einen standardisierten Fragebogen, einen Konzentrationstest sowie ein Wochentagebuch zurückgegriffen. Die Erhebung wurde erstmalig im Jahr 2013 durchgeführt und wird seitdem jährlich wiederholt. Die Projektarbeit ist angebunden an universitäre Lehrveranstaltungen zur empirisch-sozialwissenschaftlichen Ausbildung von zukünftigen Lehramtsstudenten im Bereich Sport. Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es, junger Fußballtalente an Eliteschulen des Fußballs langfristig in ihrer schulischen, sportlichen und persönlichen Entwicklung zu begleiten. Weiter soll die Untersuchung Aufschluss über chronischen Stress und Persönlichkeitsentwicklung vor dem Hintergrund der verschiedenen Schulformen liefern.

 

Health.edu (als Teilprojekt im Forschungsverbund Capital4Health; vgl. http://www.capital4health.de/)

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Mandy Lutz

Kooperation: Prof. Dr. Ralf Sygusch (Universität Erlangen)(Teilprojektleiter);  Prof. Dr. Susanne Tittlbach (Universität Bayreuth),

Laufzeit: April 2015 – März 2018

Finanzierung: BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Projektbeschreibung: Das BMBF geförderte Verbundprojekt umfasst drei Dachprojekte und fünf Teilprojekte. Das Gesamtziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung und Erforschung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile in verschiedenen Bevölkerungs- und Berufsgruppen. Das Ganze wird über innovative Ansätze des interaktiven Wissensaustausches unterstützt. In Kooperation mit der Universität Bayreuth und Universität Erlangen ist der Standort Augsburg für das Teilprojekt Health.edu: Gesundheit im Sportunterricht zuständig. Die zentrale Forschungsfrage des Teilprojekts „Health.edu – Lehrerbildung“ ist: Inwiefern werden sportpädagogische und curriculare Ansprüche zum Thema Gesundheit in der Wirklichkeit von Lehrerbildung eingelöst? Nach einer Analyse des Ist-Zustands durch Dokumentenanalyse, videogestützte Beobachtungen von Lehrveranstaltungen und Stimulated-Recall Interviews mit den Seminarlehrern bzw. Dozenten (Evaluation) werden kooperative Planungsgruppen an den jeweiligen Settings eingerichtet. Diese entwickeln in einem Planungsprozess verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Themas Gesundheit und Fitness in der Lehrerbildung. Die Planungsgruppen bestehen aus Forschenden, politischen Entscheidungsträgern, Studierenden/ Lehramtsanwärtern und Dozenten/ Seminarlehrern. Nach dem kooperativen Planungsprozess erfolgt die Umsetzung der entwickelten strukturellen und methodisch-didaktischen Maßnahmen einschließlich der Sicherung der Nachhaltigkeit. Anschließend kommt es zur erneuten Evaluation in den Settings.

 

Sport- und Bäderentwicklungsplan der Stadt Augsburg

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck

Kooperation: Prof. Dr. Robin Kähler (Mannheim) (Projektleiter); Franz-Josef Eger (Augsburg)

Laufzeit: April 2015 – Juni 2016

Finanzierung: Stadt Augsburg

Projektbeschreibung: Die Stadt Augsburg nennt sich Sportstadt. Vor diesem Hintergrund macht sich die Stadt Augsburg auf den Weg, auch die Sport- und Bäderlandschaft einer Status-quo-Analyse zu unterziehen und sich für die zukünftigen Nutzer strategisch zu positionieren und vorzubereiten. Auf der Grundlage einer Bevölkerungsbefragung, Vereinsbefragung, Schulbefragung und einer Sportstättenmängelerhebung sollen Potenziale einer zukunftsträchtigen Sport- und Bäderentwicklungsplanung herausgearbeitet und in kooperativen Workshops mit den jeweiligen Zielgruppen entwickelt und besprochen werden. Ziel sollen strategische Entscheidungen für die Sportstadt Augsburg 2030 sein.

 

Calls im Beachvolleyball

Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Künzell

Finanzierung: Bundesinstitut für Sportwissenschaft

Im Beachvolleyball ist es eine Aufgabe des Zuspielers, nach dem Pass die Abwehrformation der gegnerischen Mannschaft zu beobachten und den Partner durch einen Ruf, den sogenannten „Call“, bei der Wahl der Schlagart und –richtung zu unterstützen. Die Wirkungen eines Calls beruhen bisher auf Plausibilitätsüberlegungen und sind wissenschaftlich noch nicht untersucht worden. Wettkampfanalysen der Schweizer Spitzenteams belegen, dass die Erfolgsquote der Angriffe deutlich erhöht ist, wenn ein Call umgesetzt werden kann.

Für den Erfolg des Calls ist seine zeitliche Platzierung von Bedeutung. Wird der Call zu früh gegeben, werden die relevanten Abwehrsituationsmerkmale durch die „Callerin“ eventuell nicht angemessen erfasst oder die gegnerische Abwehrspielerin kann ebenfalls auf den Call reagieren und gegebenenfalls den Angriffsball erfolgreich abwehren. Erfolgt der Call jedoch zu spät, ist der eigene Angreifer nicht mehr in der Lage, ihn umzusetzen, da seine Angriffs¬handlung nicht mehr verändert werden kann. Die zeitliche Platzierung des Calls ist also entscheidend für seinen Erfolg und damit letztlich auch für den erfolgreichen Angriff.

In dem Forschungsprojekt geht es darum, die zeitliche Platzierung des Calls im Beachvolleyball zu optimieren. Dies geschieht in vier Schritten:

  1. Die Wirksamkeit des Calls im Wettkampf wird ermittelt.
  2. Die optimale zeitliche Platzierung des Calls wird bestimmt.
  3. Der optimale Zeitpunkt für einen Call wird trainiert.
  4. Die Wirksamkeit eines Trainings der optimierten Call-Angriff-Situation wird überprüft.

 

Da der Call vor allem im Damen-Beachvolleyball von Bedeutung ist, lassen die Forschungsarbeiten hoffen, dass die Deutschen Damen in Zukunft ebenso erfolgreich sind, wie es die Herren schon bei den Olympischen Spielen in London demonstriert haben.


 

Text?Sportmotorische Tests in der Grundschule

Ansprechpartnerin: PD Dr. Claudia Augste

Der gesellschaftliche Wandel bringt Bewegungsmangel und Übergewicht mit sich. Aus wissenschaftlicher Sicht besteht großes Interesse daran, ein aktuelles Bild der sportmotorischen Leistungsfähigkeit von Kindern zu zeichnen und Parameter zu identifizieren, die als Ursachen für die Ausprägung der Leistungsfähigkeit gelten können, wie beispielsweise BMI, Migrationshintergrund oder die soziale Schicht. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Schüler aus Augsburger Grundschulen in Göggingen, Hochzoll und Oberhausen sportmotorischen Tests unterzogen.

Vorträge und Veröffentlichungen des Projekts


Text?Sportmotorische Tests bei Vorschulkindern

Ansprechpartnerin: PD Dr. Claudia Augste

Der gesellschaftliche Wandel bringt Bewegungsmangel und Übergewicht mit sich. Inwiefern sind davon bereits Kinder im Vorschulalter betroffen. Welche Parameter sorgen für vorteilhafte, welche für negative Voraussetzungen für körperliche Fitness in dieser Altersklasse? Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Augsburg und des Gesundheitsamts Augsburg werden alle Augsburger Kinder, die im Herbst 2011 schulpflichtig werden diesbezüglich untersucht.


Augsburger Sport- und IntegrationsSurvey (ASIS)

Ansprechpartner: Prof. Dr. Helmut Altenberger, Günes Turan und Dr. Jürgen Hofmann
Kooperation und Finanzierung: Stadt Augsburg
Laufzeit: seit 2009

Projektbeschreibung:

Ausgehend vom bisherigen Forschungsstand zur Thematik „Sport und Integration“ stützt sich dieses Forschungsprojekt auf die Darstellung der Zusammenhänge zwischen Integration und Sport im Allgemeinen sowie auf die Stadt Augsburg im Speziellen. Eine besondere Beachtung findet dabei auch der Schulsport. Ein vertieftes Augenmerk wird zudem auf die Reflexion des Integrationsverständnisses gelegt. In einem ersten Schritt sollen mittels sozialstrukturellen Analysen Entscheidungsträger aus unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen identifiziert werden, die einerseits Best-Practice-Modelle beschreiben, andererseits aber auch Probleme im sozialen Integrationsprozess explizieren. Dabei werden auch die Integrationspotenziale des Sports in Schulen und Vereinen abgefragt. In einem zweiten Schritt sollen auf der Umsetzungsebene exemplarisch ausgewählte Schulen und Sportvereine im Hinblick auf Integrationsprobleme und Integrationsmöglichkeiten befragt werden, um aufgrund dieser Ergebnisse, Handlungsempfehlungen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

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